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Postkolonialer Stadtrundgang Rostock

Einleitung / Kontextualisierung

Soziale Bildung e.V. bietet seit dem Jahr 2018 in Kooperation mit der Initiative Rostock Postkolonial einen Rundgang für Schulklassen, Freiwilligengruppen, Studierende oder Interessierte an, der sich mit der kolonialen Vergangenheit und postkolonialen Gegenwart Rostocks auseinandersetzt. Er nimmt dabei Bezug auf Deutschlands Rolle während des Kolonialismus. Im Rahmenlehrplan für das Fach Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern wird von „Afrika – einem Kontinent ohne eigene Geschichte“ geschrieben. Doch ist das der Fall?

In ganz Deutschland gibt es in vielen weiteren Städten auch Postkoloniale Initiativen. Besonders bekannt sind die Initiativen in Berlin, Hamburg oder Freiburg.

Der Rundgang möchte ein Bewusstsein für unterschiedliche Perspektiven schaffen und auf Verflechtungen der kolonialen Vergangenheit zur Gegenwart aufmerksam machen. Er möchte versuchen die schwere Tragweite begreifbar zu machen, die für Kolonialisierte während dieser Epoche entstand und durch manifestierte Machtstrukturen auch heute noch besteht. Wie wirkte und wirkt beispielsweise der Rassismus als koloniales Denken nach? Was haben Denkmäler und Kakao gemeinsam?

ZielgruppeJugendliche und junge Erwachsene ab 12 Jahren und Interessierte
Gruppengröße6 bis max. 20 Teilnehmer*innen
Zeitumfang2 bis 3 Stunden
KostenRegulär 20 €; individuelle Lösungen möglich, gerne auch Spenden
Buchung6 Wochen vor dem gewünschten Termin
OrtInnenstadt von Rostock
TreffpunktNeuer Markt vor der Post
Dozent*innenZwei qualifizierte junge Erwachsene der Rostock Postkolonial Initiative

 

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht

Stationen:

  • Start am Peter-Weiss-Haus mit der Einleitung ins Thema Kolonialismus
  • Anatomische Sammlung in der Getrudenstraße greift das Thema Forschung und Medizin auf
  • Paul Pogge Denkmal im Rosengarten beschäftigt sich mit Denkmälern und Straßennamen im kolonialen Kontext
  • Koloniale Gegenwart in der Breiten Straße macht Verbindungen zur heutigen Konsum- und Warenwelt sichtbar

 

Methoden

Methoden

Die Kombination ausgewählter Methoden (z.B. Positionierung, Memory, Gruppenarbeit) fördern eine diskriminierungsfreie und bewusste Interaktion untereinander. Teamfähigkeiten werden trainiert, wie beispielsweise gleichberechtigtes Kommunikationsverhalten und basisdemokratische Arbeitsansätze zur Beteiligung aller. Es werden bewusst frontale Methoden stark reduziert, da die Konzentration länger erhalten bleibt und selbsterarbeitete und mit eigenen Erfahrungen verbundene Inhalte nachhaltigere Lerneffekte erzielen.

Zur selbstständigen Aneignung der genannten und noch weiterer Themen sind wir mitten in der App-Entwicklung (Un)Sichtbares Rostock (sie enthält Texte, Bilder und Sprachdateien). Eine webAPP ist bereits hier zu finden: https://app.soziale-bildung.org/

 

Hinweise zur Buchung

Hinweise zur Buchung:

Bitte schreiben Sie uns einfach 6 Wochen vorher an, wenn Sie einen Rundgang buchen möchten. Die Frist ermöglicht der Initiative den Wunschtermin zu realisieren. Um den Rundgang zu buchen, senden Sie uns bitte zunächst eine E-Mail mit folgenden Informationen:

  • Wie viele Teilnehmende sind zu erwarten?
  • Wie alt sind die Teilnehmenden?
  • Welches Vorwissen ist eventuell vorhanden?
  • Soll der Rundgang in einen Wandertag, Projekttag oder ähnliches eingebunden werden?

Hinweis: Aus unserer Erfahrung empfiehlt sich in den Wintermonaten doppelt warme Kleidung.

 

Die Initiative Rostock Postkolonial

Die Initiative Rostock Postkolonial

Wer sind wir? Ein  Zusammenschluß von Menschen, die angegliedert an das entwicklungspolitische Projekt von „Soziale Bildung e.V.“ seit dem Jahr 2017 (post)koloniale Inhalte und Hintergründe recherchiert und rekonstruiert haben. Wir sind eine diverse Gruppe von Menschen, die sich als Lobby für für einen kritischen Umgang mit der kolonialen Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern, mit dem Fokus auf die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, versteht.

In ganz Deutschland gibt es in vielen weiteren Städten auch Postkoloniale Initiativen. Besonders bekannt sind die Initiativen in Berlin, Hamburg oder Freiburg.

Ein erster Einblick in die Arbeit der Initiative ist hier & zu finden: