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„Lichtenhagen im Gedächtnis“

Im August 1992 kam es im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen zu den bis dahin massivsten rassistischen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Über mehrere Tage wurden Asylsuchende und vietnamesische Rostocker*innen in ihren Wohnunterkünften angegriffen. Seit 2015 fördert die Hansestadt Rostock den Aufbau eines Dokumentationszentrums durch den Verein Soziale Bildung e.V.

Archiv

Ziel des Dokumentationszentrums „Lichtenhagen im Gedächtnis“ ist es, in einem Archiv die vielen verstreuten Quellen und Zeugnisse des Pogroms, seiner Folgen und der Aufarbeitungen zusammenzuführen, zu sortieren und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die in den Räumen des Dokumentationszentrums im Peter Weiss Haus aufbewahrten Dokumente und Medien sind für die Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich und können von Interessierten genutzt werden.

Bis heute haben wir mehr als 1300 Zeitdokumente zusammen getragen, die uns von Privatpersonen, Gruppen oder Organisationen überlassen wurden. Hinzu kommen zahlreiche Materialien, die wir in staatlichen und nicht-staatlichen Archiven recherchiert haben.Wenn Sie das Archiv besuchen möchten, schreiben Sie uns einfach eine Email, in der Sie kurz Ihr Anliegen und Recherchevorhaben vorstellen.

Haben Sie noch Aufzeichnungen aus dem Jahr 1992? Zum Beispiel Notizen, Flyer, Zeitungsausschnitte oder private Foto- oder Filmaufnahmen, die das Geschehen dokumentieren? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf und helfen Sie dabei, das private Wissen für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, für die Nachwelt zu sichern und die Erinnerung an die Ereignisse wachzuhalten. Gemeinsam mit Ihnen sichten wir das Material und treffen eine Vereinbarung über die zukünftige Nutzung.

Bildungsangebote

Wir entwickeln Bildungsangebote, die sich an den Interessen und Bedarfen der spezifischen Gruppen orientieren. In kostenlosen Seminaren, webina ren/Online-Seminaren, Workshops und Stadtrundgängen informieren wir über das Pogrom, dessen Vor- und Nachgeschichte und diskutieren auch, was das damalige Geschehen mit der Gegenwart zu tun hat.

Mehr Informationen zum Archiv und den Bildungsangeboten finden Sie auf der Homepage des Projekts: www.lichtenhagen-1992.de.