PolDo – der politische Donnerstag
In diesem langjährig bestehendem Veranstaltungsformat greifen wir aktuelle gesellschaftliche Themen mit lokalem Bezug auf.
- (fast) jeden dritten Donnerstag im Monat
- (meistens) ab 19:00 Uhr
- (überwiegend) im PWH
Die aktuellen PolDo Themen findet ihr in der Veranstaltungsübersicht des Peter-Weiss-Hauses.
Wir möchten mit dem PolDo eine Plattform für Menschen und Initiativen schaffen, ihre Themen in der Öffentlichkeit zur Diskussion zu stellen. Daher sind Vorschläge bei uns immer willkommen. Meldet euch bei uns, wenn euch ein Thema bewegt und ihr einen Nachmittag oder Abend zu dem Thema füllen möchtet.
Die Gestaltung der Veranstaltungen orientiert sich am Popular-Education-Ansatz. Dabei werden die Wissensressourcen der Teilnehmenden aktiviert und der gegenseitige kommunikative Austausch gefördert. Die feste Struktur der Veranstaltungsreihe und dessen spezifischer Charakter versteht sich als ein Form von soziokultureller Stadtteilarbeit, die geeignet ist, gesellschaftspolitische Entwicklungen aufzugreifen und die politische Handlungsfähigkeit im Gemeinwesen zu steigern.
30.04. 19 Uhr
NORMAL – Eine Besichtigung des Wahns
Ein Abend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft
mit Thomas Ebermann & Thorsten Mense & Flo Thamer
Normal ist, wer gesund ist und arbeiten kann. Der Weg von Selbstoptimierung zu Eugenik ist kürzer als das Laufband im Fitnessstudio: instrumentell-vernünftig und mörderisch-wahnhaft zugleich. Und alle feiern den normalen Menschen, den schlichten, hart arbeitenden, der von Intellektuellen, Lifestyle-Linken und Eliten verraten wurde – was bloß dem zynischen Zweck dient, die gesellschaftliche Stellung der Subalternen zu verewigen. Überhaupt ist die Normalität, die in jeder Krise als rasch Wiederherzustellende versprochen wird, eine trostlose Hoffnung. Denn der Normalzustand, »dass es so weitergeht«, ist die eigentliche Katastrophe.
Weitere Informationen: https://www.vernunftwahn.de
28.05. 19 Uhr
Lesung & Diskussion mit Nicole Mayer-Ahuja über die Zukunft der Arbeit
Unsichere Arbeitsverhältnisse, steigende Lebenshaltungskosten, wachsender Konkurrenzdruck und soziale Ausgrenzung – all das gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In ihrem Buch „Klassengesellschaft akut“ zeigt die Soziologin Prof. Nicole Mayer-Ahuja, warum der Begriff Klassengesellschaft heute wieder zentral ist, um diese Entwicklungen zu verstehen. Sie beleuchtet, wie sich die Arbeitswelt verändert hat, wie soziale Gruppen zueinanderstehen – und wo trotz aller Unterschiede gemeinsame Interessen liegen können.
Im Anschluss an die Buchvorstellung gibt es Raum für Fragen, Austausch und Diskussion.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Politischen Donnerstag (PolDo) statt. Sie wird finanziell unterstützt vom Regionalverband Rostock/Bad Doberan der GEW und dem DGB Region Rostock-Schwerin.