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PolDo – der politische Donnerstag

In diesem langjährig bestehendem Veranstaltungsformat greifen wir aktuelle gesellschaftliche Themen mit lokalem Bezug auf.

  • (fast) jeden Donnerstag 
  • (meistens) ab 19:00 Uhr
  • (überwiegend) im PWH

Die aktuellen PolDo Themen findet ihr in der Veranstaltungsübersicht des Peter-Weiss-Hauses.

Wir möchten mit dem PolDo eine Plattform für Menschen und Initiativen schaffen, ihre Themen in der Öffentlichkeit zur Diskussion zu stellen. Daher sind Vorschläge bei uns immer willkommen. Meldet euch bei uns, wenn euch ein Thema bewegt und ihr einen Nachmittag oder Abend zu dem Thema füllen möchtet.

Die Gestaltung der Veranstaltungen orientiert sich am Popular-Education-Ansatz. Dabei werden die Wissensressourcen der Teilnehmenden aktiviert und der gegenseitige kommunikative Austausch gefördert. Die feste Struktur der Veranstaltungsreihe und dessen spezifischer Charakter versteht sich als ein Form von soziokultureller Stadtteilarbeit, die geeignet ist, gesellschaftspolitische Entwicklungen aufzugreifen und die politische Handlungsfähigkeit im Gemeinwesen zu steigern.

11.06. 17:30 Uhr

PolDo: Ankommen. (Über)Leben. Weiterkämpfen! Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in MV von den 90ern bis heute

Die Unterbringung von Geflüchteten in Mecklenburg- Vorpommern ist eng mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte verbunden. Ausgehend vom Pogrom von Rostock-Lichtenhagen sprechen wir über die Verlegung von Sammelunterkünften, die Verschärfung der Asylgesetzgebung und die Auswirkungen dieser Entscheidungen bis in die Gegenwart. Die Veranstaltung fragt danach, wie sich Unterbringungspolitiken verändert haben, welche Kontinuitäten bestehen und welche Perspektiven Geflüchtete und Unterstützende auf die Situation in Mecklenburg-Vorpommern heute haben. Auf dem Podium diskutieren: – Maria Lichtermann (Vorsitzende des Migrantenrates) – Sven Meister (Mitbegründer Team Asyl, Ökohaus e.V.) – Bruno Watara (politischer Aktivist)

18.06.18 Uhr

Buchvorstellung „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ & Diskussion mit Bafta Sarbo

1973 wurde der postkoloniale Klassiker „Afrika. Die Geschichte einer Unterentwicklung“ von Walter Rodney auf Deutsch veröffentlicht. Der falsch übersetzte Titel verzerrte schon damals Rodneys zentrale These, nach der die „Unterentwicklung“ Afrikas nicht ohne Europa zu verstehen ist. Eine 2023 veröffentlichte Neuübersetzung hat diesen Fehler nun korrigiert und so Rodneys Grundaussage wieder deutlicher hervorgehoben.

Das Werk stellt sich gegen die verbreitete Überzeugung, dass Afrikas „Fehlentwicklung“ eine natürliche Eigenheit sei, die man mit Kultur oder Mentalität erklären könnte. Stattdessen macht es die bis heute anhaltende, imperialistische Ausbeutung des Kontinents verantwortlich. Sie mit dem Rassismus von Herrscher*innen ‚entwickelter‘ kapitalistischer Länder zu erklären, greift für Rodney zu kurz: Unterdrückung brauche Ausbeutung – und nicht umgekehrt. Damit macht er den Kolonialismus als Produkt des Kapitalismus erkennbar.

Das Buch „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ wird uns Bafta Sarbo vorstellen. Die Berliner Sozialwissenschaftlerin hat dort ein Kapitel zum Leben und politischen Wirken Rodneys beigetragen. Sie ist in jüngster Vergangenheit vor allem durch ihren Sammelband „Die Diversität der Ausbeutung“ (2022, mit Eleonora Roldán Mendívil) oder den Beitrag „Marxismus, Sklaverei und Kapitalismus“ (2025, mit René Arnsburg in Eric Williams‘ „Kapitalismus und Sklaverei“) in Erscheinung getreten.

08.07. 19 Uhr

Slay it loud – Wir sehen gemeinsam den Film „Pride“

Im Rahmen der HanseQueer-Kulturwochen (HQKW) laden DGB und GEW herzlich zu einem gemeinsamen Filmabend ins Peter-Weiss-Haus ein! Dieser Abend wird mehr als nur Kino. Wir zeigen Pride – eine Geschichte über Widerstand, Solidarität und den Mut, gemeinsam für Gerechtigkeit einzustehen.
Gerade jetzt gilt: Rechte werden erkämpft und nicht geschenkt. Kommt vorbei, schaut mit uns den Film und lasst uns ins Gespräch kommen – laut, solidarisch und entschlossen.