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Modellprojekt: Hortdialoge & Beteiligung

Demokratiestärkende Bildungsarbeit im Hortalltag

Das Modellprojekt „Hortdialoge & Beteiligung“ ist ein demokratiestärkendes Bildungsprojekt für Horteinrichtungen in den Großraumsiedlungen im Nordosten, Nordwesten und Reutershagen von Rostock. Dabei arbeiten wir mit 3 festen Kooperationseinrichtungen über einen Zeitraum von 5 Jahren zusammen. Wir entwickeln, erproben und überprüfen Methoden sowie Konzepte im Bereich Demokratieförderung in Horteinrichtungen im Alter von 6 – 11.

Leitziel

Das Leitziel im Modellprojekt ist die Herausstellung der Bedeutsamkeit demokratiestärkender Bildungsarbeit in der Arbeit mit Kindern und pädagogischen Fachkräften im Hort. Für die Arbeit mit Kindern werden belastbare, nachhaltige und partizipative Selbstwirksamkeitsmomente zur Entgegnung menschenverachtender Meinungsbilder gefördert. Pädagogische Fachkräfte werden als Schlüsselakteure verstanden, die eine Kultur des Miteinander im Hort durch ihre Haltung, ihre Leitbilder und ihre konkreten Verhaltensweisen essentiell mitbestimmen. Sie werden prozessorientiert unterstützt, über den Projektzeitraum begleitet und weiter- und fortgebildet.

Zielgruppen

  1. Die Hauptzielgruppe sind Kinder im Alter von 6-11, die Horteinrichtungen in der Schule, der Kita oder in Stadtteilzentren in den Großwohnsiedlungen Dierkow und Groß-Klein und Reutershagen besuchen.

  2. Die zweite Hauptzielgruppe ist das pädagogische Fachpersonal: die Erzieher*innen, die Auszubildenden und Praktikant*innen sowie die Leitungsebene der benannten Horteinrichtungen: Hort Volkssolidarität im Stadtteil Dierkow, Horteinrichung AWO im Stadtteil Groß-Klein und Hort des Rostocker Freizeitzentrum e. V. im Stadtteil Reutershagen.

  3. Angehende pädagogische Fachkräfte erhalten die Möglichkeit Teil des Multiplikator*innenteams bei Soziale Bildung e.V. zu werden und somit Methoden der demokratiestärkenden Bildungsarbeit für den Hortbereich zu erarbeiten, zu modifizieren und zu erproben.

  4. Eltern, Erziehungsberechtigte und Familienangehörige der Hortkinder sollen für die Themen Partizipation und Mitgestaltung, menschenverachtende Einstellungen und Ausgrenzung im Hort sensibilisiert werden. 

Projektverlauf

Der Projektverlauf sowie die methodische Vorgehensweise des Modellprojektes wird von 4 wesentlichen Meilensteine bestimmt:

  1. Angebotsbegleitende Bedarfs- und Situationsanalyse

  2. Reflexion – Vereinbarung – Planung – Konzeption

  3. Durchführung

  4. Reflexion – Neumodifikation – Durchführung – Transfer – Etablierung

Das Projekt basiert auf einer Vorgehensweise, bei der Elemente der Sozialforschung, Bildungsarbeit, Methoden der sozialen Arbeit und der Prozessbegleitung miteinander verknüpft werden. Es werden in 3 Modellhorten in den Stadtteilen Dierkow, Groß Klein und Reutershagen Impulse gesetzt und auf Basis der Ausgangssituation an spezifischen Bedarfen angesetzt. Dabei werden folgende Themenclustern bearbeitet.

  • Ausgrenzung/Diskriminierung

  • Phänomene Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

  • Mitwirkung/Mitbestimmung/Selbstbestimmung