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Ausstellung „Neofaschismus“

Hintergrund

„In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden – über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert. Geht hier die jahrelange Saat von Alt- und Neofaschisten auf? Können diese Ereignisse mit denen aus der NS-Zeit verglichen werden? Haben die Ausbreitung rassistischen Denkens und die daraus erwachsende Gewalt heute ganz andere Gründe als damals?
Die Ausstellung will dazu beitragen, dass diese Bilder nicht auf Dauer zum deutschen Alltag gehören. Sie informiert über Ideologie und Praxis des Neofaschismus und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns.“

Die Ausstellung

Die Ausstellung des VVN-BdA wurde schon an vielen Orten der Bundesrepublik gezeigt und war oftmals von kontroversen Debatten begleitet. So auch im Juni diesen Jahres in Grevesmühlen, wo sich die einzelne CDU-Vertreter gegen die Ausstellung aussprachen und die VVN attakierten. Soziale Bildung beteiligte sich in den vergangenen Jahren mehrmals an der Ausstellungsorganisation, bspw. in Greifswald, Neubrandenburg und Rostock. Nun wurden Konzept und Ausstellungsinhalte neu erarbeitet und aktualisiert. Selten wird Neofaschismus und die Gefahren für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft so punktgenau benannt, wie in dieser Ausstellung. Auch aus diesem Grund ist sie immer wieder Angriffsziel von Neonazis. Wir freuen uns sie hier im Peter-Weiss-Haus zeigen zu können.

Rahmen

Durch Soziale Bildung werden für interessierte Schulklassen und Jugendgruppen ab 14 Jahren kostenlose Ausstellungsbegleitungen angeboten.
Während der pädagogischen Ausstellungsbegleitung wird mit der Gruppe interaktiv und zielgruppengerecht die Ausstellung vorbereitet, erforscht, zusammengetragen und gemeinsam über die Inhalte diskutiert.

Die Ausstellung wird durch Soziale Bildung und dem VVN-BdA Rostock mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern organisiert.

Steckbrief

Zeitraum

1. September bis 15. September 2010

Ort

Peter-Weiss-Haus Rostock

erstellt von

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund deutscher Antifaschisten (VVN – BdA)