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Ausstellung „Displaced“

Hintergrund

„Wenn sie dich kriegen, deportieren sie dich. 60–80 Leute pro Lastwagen. Die Plane ist dicht, du siehst nicht, wohin sie dich bringen. Irgendwo in die algerische Wüste, ohne Wasser und Verpflegung. Schwangere, Verletzte, Kinder. Völlig egal. Dann musst du warten, bis es Nacht ist. Wenn du Glück hast, siehst du Lichter, in diese Richtung läufst du dann. Wenn du aber verletzt bist, oder dich verläufst, ist es aus. Viele meiner Kameraden sind, die Taschen voll mit Geld, in der Wüste verdurstet. Deshalb leben wir auf den Dächern, durch die Stadt bewegen wir uns nur nachts.“ Derek, Nigeria, in Tanger … „

Die Ausstellung

 Die dreiteilige Foto- und Film-Ausstellung „Displaced – Flüchtlinge an Europas Grenzen“ dokumentiert die Realitäten der Menschenrechtslage an den europäischen Außengrenzen. Von der Elfenbeinküste über Burkina Faso nach Marokko, von der Ukraine nach Italien, Frankreich und Deutschland lässt die Ausstellung jene Menschen zu Wort kommen, die auf ihrer Flucht vor Hunger, Armut, Bürgerkrieg und Gewalt an den Grenzen, vor den Toren Europas gestrandet sind.

Rahmen

Eröffnung am 05.11.2009 um 19:00 Uhr

An diesem Abend wird die Fotografin, Autorin und Ausstellungsmacherin Leona Goldstein anwesend sein und über die Entstehung der Ausstellung und die Situation der Flüchtlinge in Nord- und Westafrika berichten.

Im Anschluß wird der Film „Au clair de la lune …“ gezeigt:
Die Suche nach Meinungen von der anderen Seite des Vorhangs führt Leona Goldstein von Westafrika bis an die europäische Südgrenze. Dort befragt sie abgeschobene Flüchtlinge, MenschenrechtsaktivistInnen und Künstler nach ihren Visionen zur „Utopia Europe“.
Burkina Faso, Elfenbeinküste, Mali, Marokko, 2005/2006, 40 Minuten

Steckbrief

Zeitraum

05. November bis 20. Dezember 2009

Ort

Peter-Weiss-Haus Rostock

erstellt von

Fotografin: Leona Goldstein

Gesellschaft für Humanistische Fotografie