25 Jahre Soziale Bildung e.V. – Wir sagen Danke!

„25 Jahre SoBi: solidarisch bilden, gemeinsam verändern!“
Wir möchten uns bei allen Menschen bedanken, die Soziale Bildung e.V. in den vergangenen 25 Jahren begleitet, unterstützt, geprägt, herausgefordert und mitgestaltet haben.
Unser Dank gilt ehemaligen Kolleg*innen, Praktikant*innen und Freiwilligen, unseren Kooperationspartner*innen, Unterstützer*innen, Förderern und Wegbegleiter*innen – und natürlich all jenen Menschen, die SoBi mit ihren Ideen, ihrer Arbeit, ihrer Kritik und ihrer Solidarität zu dem gemacht haben, was es heute ist.
Wenn wir auf 25 Jahre zurückblicken, merken wir ziemlich schnell: So eine Organisation entsteht nicht einfach durch Förderanträge, Konzepte und ordentlich beschriftete Projektordner. Zum Glück. Sie entsteht vor allem durch Menschen.
25 Jahre SoBi – das sind unzählige Begegnungen und Gespräche, großartige Projekte und ziemlich ambitionierte Ideen, Erfolge und Krisen, Konflikte und Neuanfänge.
All das wäre ohne euch nicht möglich gewesen.
Vielen Dank dafür.
25 Jahre SoBi – das ist eine bewegte Zeit.
In diesen 25 Jahren haben wir viele Herausforderungen gemeistert, Brücken gebaut, Tiefschläge eingesteckt, neue Wege ausprobiert und immer wieder erlebt, wie viel möglich wird, wenn Menschen gemeinsam handeln.
SoBi hat sich verändert, ist gewachsen und hat neue Arbeitsfelder entwickelt. Gleichzeitig gibt es Stränge, die uns über die gesamten 25 Jahre begleitet haben. Dazu gehören unter anderem der Politische Donnerstag – unser erstes und ältestes Projekt –, antirassistische und demokratiestärkende Bildungsarbeit sowie internationale Jugendarbeit. Dazu gehören aber auch Klausuren, Plenumsstrukturen, interne Weiterbildungen und unzählige Projekttreffen.
Das sind Dinge, die nach außen nicht immer sichtbar sind. Sie prägen aber, wie wir miteinander arbeiten und wie wir SoBi verstehen: als Organisation, die nicht nur über Solidarität spricht, sondern versucht, sie im Alltag praktisch umzusetzen.
Gelebte Solidarität ist vielfältig. Sie ist manchmal anstrengend, widersprüchlich und gelegentlich auch eine ziemlich lange Diskussion darüber, was eigentlich solidarisch wäre.
Sie bedeutet nicht, dass wir uns immer einig sind. Aber gerade dann, wenn das Geld knapp war, Projekte auf der Kippe standen, Menschen erschöpft waren, Schicksalsschläge verkraften mussten oder niemand so genau wusste, wie es weitergeht, hat uns diese gelebte Solidarität immer wieder getragen.
Vielleicht ist das eine der wichtigsten Erfahrungen aus 25 Jahren SoBi: Solidarität macht nicht automatisch alles leichter. Aber sie hat immer wieder dafür gesorgt, dass es weitergeht. Und manchmal ist „weitermachen“ eben schon ziemlich viel.
In den vergangenen Jahren sind neue Themen und Arbeitsbereiche hinzugekommen: die Auseinandersetzung mit dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen, der Lernort Ostseestadion, die Arbeit in weiteren Stadtteilen und Streetwork.
Diese Entwicklungen zeigen, dass SoBi immer wieder auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert und neue Orte aufsucht, an denen politische Bildung, Begegnung und Unterstützung gebraucht werden.
SoBi ist also nicht stehen geblieben. Die Organisation hat sich weiterentwickelt, ohne ihre zentralen Grundsätze aufzugeben.
Wie weiter?
Die Ergebnisse der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern machen deutlich, wie ernst die politische Lage ist.
Sie zeigen, wie groß die Zustimmung zu Ausgrenzung, Vereinfachungen und autoritären Antworten geworden ist – aber auch, wie viele Menschen unzufrieden, verunsichert oder enttäuscht sind.
Gerade deshalb ist politische Bildung so wichtig. Demokratie lebt nicht nur von Wahlen, sondern von Menschen, die sich einmischen, miteinander diskutieren und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Genau dafür schafft SoBi seit 25 Jahren Räume: für Austausch, Bildung, Solidarität und Veränderung.
Gleichzeitig werden die Bedingungen schwieriger. Seit Jahren kämpfen wir um Förderungen, besonders im Bereich der politischen Bildung. Viele großartige Vereine bewerben sich auf dieselben Töpfe und werden dadurch indirekt zu Konkurrent*innen.
Deshalb unser Appell an die Politik: Wer Demokratie stärken will, muss die demokratische Zivilgesellschaft verlässlich unterstützen. Politische Bildung darf kein Luxus und keine kurzfristige Projektlösung sein. Sie ist die Grundlage dafür, dass Menschen ihre eigenen Interessen erkennen, sich zusammenschließen und ihre Gesellschaft mitgestalten können.
Unser Anliegen bleibt: Gemeinschaft stärken, Vielfalt erhalten und Menschen unterstützen, die allein nicht gehört werden.
Wir wollen weiterhin Brücken bauen – zwischen Menschen, Ideen und unterschiedlichen Lebensrealitäten.
Solidarisch bilden, gemeinsam verändern!
Danke, dass ihr Teil dieser Geschichte seid. Und danke, dass ihr mit uns weiter Brücken baut.
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