Innovationsprojekt Praxisdialoge: Kinder stärken – Vielfalt und Beteiligung im Fokus


Das Innovationsprojekt Praxisdialoge ist die Weiterführung des Modellprojektes Hortdialoge & Beteiligung und adressiert städtische und ländliche Strukturen. Ziel ist es die bereits aus dem Modellprojekt erprobten Konzepte für den Hortbereich für Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit, für Vereinssport und für öffentliche und freie Träger aufzuarbeiten und in die jeweiligen Strukturen zu implementieren. Darüber beabsichtigen wir die Diversitätskompetenz und diskriminierungskritische Perspektiven in der Kinder- und Jugendarbeit zu fördern und zu verankern.
Das Innovationsprojekt „Praxisdialoge: Kinder stärken – Vielfalt und Beteiligung im Fokus“ wird in der aktuellen Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend / BMBFSFJ gefördert, im Programmbereich Vielfaltsgestaltung im Themenfeld Intersektionalität und Mehrfachdiskriminierung. Das Innovationsprojekt wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union, von der Hansestadt Rostock, dem Landreis Rostock und der Landeszentrale politische Bildung gefördert.
Das Innovationsprojekt Praxisdialoge ist die Weiterführung des Modellprojektes Hortdialoge & Beteiligung und adressiert städtische und ländliche Strukturen. Ziel ist es die bereits aus dem Modellprojekt erprobten Konzepte für den Hortbereich für Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit, für Vereinssport und für öffentliche und freie Träger aufzuarbeiten und in die jeweiligen Strukturen zu implementieren. Darüber beabsichtigen wir die Diversitätskompetenz und diskriminierungskritische Perspektiven in der Kinder- und Jugendarbeit zu fördern und zu verankern.
Rostock als größte städtische Kommune M-Vs und der Landkreis Rostock als viertgrößter Landkreis Deutschlands verfügen über wenig konkrete Bildungs- und Handlungskonzepte für 6-10 jährige Kinder und für Fachkräfte zur herkunfts- und armutssensiblen und der darin mündenden partizipationsorientierten Arbeit mit Kindern.
Warum ist das wichtig?
Fachliche Konzepte um den Ausgrenzungsformen Rassismus, Klassismus und Adultismus entgegenzuwirken spielen im theoretischen und praktischen Diskurs mit Blick auf das Grundschulalter eine geringe Rolle. Jedoch sind Kinder aufgrund ihrer marginalisierten Position häufig von Diskriminierung betroffen. Kinder aus benachteiligten sozialen Gruppen erleben oft intersektionelle Mehrfachdiskriminierung. Das bedeutet ein sich gegenseitiges Verstärken der Merkmale Class – Race – Age. Institutionen, wie Horte, Grundschulen, Sportvereine aber auch die offene Kinder- und Jugendarbeit, stehen vor der stetigen Herausforderung mangelnder Zeit- und Personalressourcen, um sich in diese Themen einzuarbeiten. Daher gibt es wenig Handlungsleitfäden und Methoden zur Reflexion der eigenen Rolle der Haupt- und Ehrenamtlichen, ihrer Bezugsgruppenzugehörigkeit, sowie der Rahmenbedingungen der jeweiligen Institution.
Wo möchten wir ansetzen?
Fachkräfte und Ehrenamtliche wünschen sich praxisnahe, anwendbare Methoden und Fortbildungen sowie Zeit für internen Austausch. Es braucht eine langfristige Begleitung, um herkunfts- und armutssensible Demokratiebildung im pädagogischen Alltag verwirklichen zu können. Für Grundschulkinder ist die Sensibilisierung für Diskriminierung und ein darin mündendes Empowerment von großer Bedeutung, diese grundlegenden Erfahrungen fundieren später abstraktes Wissen. Kinder nehmen Vorbilder und Situationen genau wahr, denen sie in Institutionen begegnen. Diese Eindrücke sind zentral für die Entwicklung hin zu autonomen/mündigen Bürger*innen!
Wen möchten wir erreichen?
- Ehren-, Neben- und Hauptamtliche in der Kinder- und Jugendhilfe und an anderen Sozialisationsorten Tätige
- Pädagogisches Fachpersonal: in der Schulsozialarbeit an Grundschulen, in Horten, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, mit der Fachberatung von Wohlfahrtsverbänden
- Fachaufsicht und -beratung im Jugendamt: Kindertagesförderung, Sport, offene Kinder- und Jugendarbeit
- Hauptamt des Stadt- und Kreissportbund
- Kinder- und Jugendbeteiligungsmoderator*innen
Euer Team
-
Kristina Quandt -
Luca Dessombes -
Thomas Krieger




