Eine-Welt-Fachpromotor*innenprogramm

Eine-Welt-Fachpromotor*in Alexandra Pencov

Seit 2015 bin ich hauptamtlich im Bereich des Globalen Lernens tätig und habe ab 2016 einen besonderen Schwerpunkt auf das Thematisieren kolonialer Kontinuitäten in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern gelegt. Seitdem beschäftige ich mich u.A. mit der Frage, wie globale postkoloniale Zusammenhänge angemessen im Globalen Lernen Gegenstand der Auseinandersetzung werden können.

Mein Ziel ist es, koloniale Kontinuitäten und die damit verbundenen globalen Unrechtskontexte in M-V sichtbarer zu machen und dadurch auch ein Bewusstsein für die eigene Positionierung im globalen Kontext zu schaffen. Hierfür arbeite ich mit Vertreter*innen der Kommune, der Zivilgesellschaft und Bildungsakteuer*innen an Bildungskonzepten für die breite Bevölkerung.

Als Fachpromotorin für Globales Lernen/BNE knüpfe ich zudem an die erfolgreiche Arbeit der Promotor*innen in BNE-Netzwerken in den letzten Jahren an, bspw. im Zertifizierungsnetzwerk norddeutsch und nachhaltig (nun).

Sie können sich gerne an mich wenden, wenn …

  • … Sie Fragen, Gedanken oder Ideen zum Thema „koloniale Kontinuitäten in Rostock & Mecklenburg-Vorpommern“ haben.
  • … Sie selbst ein Bildungsprojekt im Bereich des Globalen Lernens/ BNE in M-V planen und noch nach Ideen zu einer passenden Förderung suchen.
  • … Sie auf der Suche nach Netzwerkpartner*innen in M-V im Bereich des Globalen Lernens/BNE sind
  • … Sie sich im Bereich des Globalen Lernens/ BNE in M-V engagieren möchten

Eine-Welt-Fachpromotor*in Robin A. Gröger

Von 2019 bis 2024 habe ich als Regionalpromotorin Organisationen, Vereine und Initiativen, welche sich mit Themen der Globalen Gerechtigkeit beschäftigen beraten und vernetzt, um ihre Themen sichtbarer zu machen und ihre Zielgruppen besser zu erreichen.

Im Rahmen der mehrwöchigen Veranstaltungsreihe Weltwechsel M-V sind dabei interessante Angebote für verschiedene Zielgruppen sind dabei entstanden im Rahmen der mehrwöchigen Veranstaltungsreihe Weltwechsel MV. Faire Lebens- bzw. Genussmittel und nachhaltiges Wirtschaften war in vielen Gesprächen ein guter Einstieg für die Thematisierung einer global gerechten Haltung. Dies möchte ich nun fokussiert und branchenübergreifend fortführen. Ich biete Beratung und Vernetzungsangebote zum Thema Faires Wirtschaften für mehr Erfolg der Projekte.

Sie können sich gerne an mich wenden, wenn …

  • … Sie ein Projekt, ein Angebot oder ein Start-Up global gerecht und fair ausrichten möchten
  • … Sie selbst ein Bildungsprojekt haben und Beratung zu entwicklungspolitischer Förderung suchen
  • … Sie auf der Suche nach Netzwerkpartner*innen in M-V im Bereich Fairer Handel sind
  • …. Sie sich im Bereich des Gerechten Wirtschaftens in M-V engagieren möchten

Im 4. Zyklus von 2022 bis 2024 verfolgten wir zwei Schwerpunkte:

Schwerpunkt 1: Aktive Mitarbeit in den BNE-Landes- und Regionalgremien

Unser Ziel war es, dass neue Netzwerke verschiedener Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Kommunen, Wirtschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam an der Idee einer zukunftsfähigen, gerechteren Gesellschaft arbeiten.

In den drei Jahren leisteten wir mit folgenden Zielgruppen regelmäßige aktive (Gremien-)Arbeit, die oftmals dem BNE-Whole-Institution-Approach (ganzheitlicher Institutionenansatz) folgte:

  • Akteur*innen aus Politik und Verwaltung auf Landes- oder Bundesebene
  • Bildungsakteur*innen der formalen und nonformalen Bildung
  • zivilgesellschaftliche Akteur*innen auf Landes- oder Bundesebene
  • zivilgesellschaftliche Akteur*innen auf lokaler oder regionaler Ebene
  • migrantische und postmigrantische Akteur*innen

Dabei waren wir in folgenden Gremien aktiv:

  • Schüler staunen – Wettbewerb – Jurymitarbeit
    Als pädagogische Fachkraft wirkten wir im Wettbewerb 2020–2022 in den Fachgremien „Zukunftsfähig unterwegs“ und „Nachhaltiges Wirtschaften und Digitalisierung“ mit.
  • AG Migration und Entwicklung / Migrant*innen der Einen Welt
    Zusammen mit Fabro e.V. stärkten wir die Sichtbarkeit migrantischer Akteur*innen.
  • BNE-Kommune Rostock
    Seit 2021 ist Rostock BNE-Kommune. Bildungsprojekte zur Nachhaltigkeit sollen Rostocks Weg zur Klimaneutralität bis 2035 unterstützen. Grundlage ist eine Zielvereinbarung zwischen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und dem Kompetenzzentrum „Bildung.Nachhaltigkeit.Kommune“ (BNE-Kompetenzzentrum), die der damalige Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen unterzeichnete. (Quelle)
  • LAG BNE – AG Zertifizierung
    Die Landesarbeitsgruppe Bildung für nachhaltige Entwicklung (LAG BNE) fokussiert BNE in der Schule und arbeitet in mehreren Arbeitsgruppen. In der „AG Zertifizierung“ setzte sich die Promotorin dafür ein, die drei Bereiche Schule, Kita und nonformale Bildung mit dem Whole-Institution-Approach zusammenzudenken und eine Zertifizierung „mit rotem Faden“ für alle Schulen, Kitas und (BNE-)Bildungsanbieter in M-V auf den Weg zu bringen.
    Am 08.12.2022 wurde die Ergebnisbroschüre des BNE-Modellversuchs „Schulen der Zukunft in M-V“ (2018–2021) veröffentlicht. Sie zeigt nicht nur den Versuchsaufbau über die drei Jahre, sondern gibt auch Einblicke, was die zehn beteiligten Schulen im Whole-School-Approach erreicht haben. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die Arbeit der „AG Zertifizierung“.
  • Zertifizierungskommission „norddeutsch und nachhaltig“ (nun)
    In der Kommission erreichten die Promotorinnen westliches M-V die oben genannten Zielgruppen und Gremienmitglieder als Multiplikator*innen. Ziel war es, deren Kompetenzen im nachhaltigen „Erkennen – Bewerten – Handeln“ mit globaler Perspektive auf- und auszubauen und für ihre eigenen Zielgruppen anwendbar zu machen.
  • nun-lüL (nun länderübergreifende Lenkungsgruppe)
    Hier trafen sich Vertreter*innen der Ministerien sowie die Geschäftsführerinnen mit maximal zwei Kommissionsmitgliedern aus den beteiligten Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, um länderübergreifende Inhalte abzustimmen.

Schwerpunkt 2: Vernetzung

  • Stärkung der Akteur*innen im Schweriner Initiativen-Netzwerk global-gerecht-nachhaltig (SNINI.net) bei ihren entwicklungspolitischen Projekten und Erweiterung des Netzwerks um migrantische Perspektiven
  • mehr Sichtbarkeit für Einzelakteur*innen und Initiativen in den Landkreisen durch Vernetzung

In Schwerin und Umland wollten wir Gruppen erreichen, die bis dahin kaum mit entwicklungspolitischen Fragestellungen in Berührung gekommen waren, zum Beispiel migrantische Selbstorganisationen (MSO), Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche, Elterninitiativen oder Gruppen aus Randgebieten. Ein Weg dahin war die Mitwirkung in bestehenden Netzwerken wie den Weltwechsel-Regionalgruppen oder SNINI.net. Ein anderer Weg war die Gründung neuer Netzwerke, in denen sich die Mitglieder bei entwicklungspolitischen Querschnittsthemen gegenseitig unterstützen, Synergien nutzen und solidarisch handeln konnten.

Um im Bundesprogramm am selben Strang zu ziehen, waren wir mit den anderen Eine-Welt-Promotor*innen in Mecklenburg-Vorpommern und auf Bundesebene vernetzt. Darüber hinaus arbeiteten wir im bundesweiten Fachforum „Globales Lernen“ mit.

Als Mitglied in unserem Dachverband, dem Eine Welt Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern e.V., haben wir das Positionspapier mitgetragen, das 2020 an die Politik übergeben wurde.

Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des BMZ und von der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Euer Team

Förderung

  • Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des BMZ und von der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern.