Nichts tun ist keine Lösung

Sicheres Handeln im Kinderschutz

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch. Gerade Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, in Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen tragen eine besondere Verantwortung, wenn es darum geht, mögliche Gefährdungen zu erkennen und angemessen zu handeln. Auch Trainer*innen, Übungsleiter*innen und Ehrenamtliche, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, leisten einen wichtigen Beitrag zu deren Schutz und Wohlbefinden und stehen vor der Herausforderung, Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung wahrzunehmen und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Doch nicht immer ist eindeutig, ob tatsächlich eine Kindeswohlgefährdung vorliegt und welche Schritte notwendig sind. Unsicherheiten, offene Fragen und konkrete Situationen aus dem beruflichen oder ehrenamtlichen Alltag können dabei eine große Rolle spielen.

In Beratungen und Seminaren zum Kinderschutz erhalten Sie fachliche Orientierung, Handlungssicherheit und Unterstützung im Umgang mit möglichen Gefährdungssituationen. Die Angebote richten sich an pädagogische Fachkräfte, Teams, Trainer*innen und Ehrenamtliche, die ihre Handlungskompetenz stärken und den Schutz von Kindern und Jugendlichen aktiv mitgestalten möchten.

Für pädagogische Teams können darüber hinaus individuelle Kinderschutzseminare gebucht werden, die gezielt auf die spezifischen Fragestellungen, Bedarfe und Rahmenbedingungen der Anfragenden abgestimmt sind. So können sowohl allgemeine Grundlagen vermittelt als auch konkrete Herausforderungen aus der jeweiligen Praxis aufgegriffen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Die Fortbildung wird von erfahrenen Fachkräften durchgeführt, die als insoweit erfahrene Fachkräfte (InsoFa) im Kinderschutz qualifiziert sind. Sie verfügen über fundierte fachliche Kenntnisse und langjährige Praxiserfahrung in der Kinder und Jugendhilfe sowie im Umgang mit Kindeswohlgefährdungen. Ihre Erfahrungen aus der Beratung und Begleitung konkreter Kinderschutzfälle fließen unmittelbar in die Fortbildung ein.

Übersicht

Zielgruppe Pädagogische Fachkräfte, Mitarbeitende der Kinder und Jugendhilfe, Schulsozialarbeiter*innen und weitere Interessierte aus pädagogischen Arbeitsfeldern
Gruppengröße 8 bis maximal 16 Teilnehmende
Zeitumfang 8 Stunden inklusive Pausen
Kosten Honorare und Fahrtkosten nach Absprache
Buchung Möglichst 6 Wochen vor dem gewünschten Termin
Dozent*innen Zwei qualifizierte Fachkräfte
Raum Seminarraum mit Möglichkeiten zur Gruppenarbeit

Die Fortbildung soll den Teilnehmenden mehr Sicherheit im Umgang mit möglichen Kindeswohlgefährdungen vermitteln. Neben grundlegenden rechtlichen und fachlichen Kenntnissen steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie im pädagogischen Alltag verantwortungsvoll gehandelt werden kann.
Die Teilnehmenden lernen, Anzeichen einer Gefährdung besser einzuordnen und geeignete Handlungsschritte abzuleiten. Sie setzen sich mit ihrer eigenen Rolle und Verantwortung auseinander und erfahren, welche Unterstützungsmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Dabei werden auch Unsicherheiten, persönliche Grenzen und Herausforderungen im Umgang mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und deren Familien thematisiert.

Leitfragen der Fortbildung sind:

  • Was bedeutet Kindeswohl und wann liegt eine Kindeswohlgefährdung vor?

  • Welche Formen von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung gibt es und woran können sie erkannt werden?

  • Welche gesetzlichen Grundlagen und Verpflichtungen gelten im Kinderschutz?

  • Wie gehe ich mit einem Verdacht um und welche Handlungsschritte sind notwendig?

  • Wann und wie werden Kinder, Jugendliche und Eltern einbezogen?

  • Welche Rolle spielen das Jugendamt und die insoweit erfahrene Fachkraft?

  • Wie lassen sich schwierige Gespräche mit Betroffenen, Eltern oder Kolleg*innen führen?

  • Welche Beratungsangebote und Unterstützungsstrukturen gibt es in Rostock und Umgebung?

Die Fortbildung verbindet fachliche Grundlagen mit praktischen Übungen, Gruppenarbeiten und gemeinsamen Diskussionen. Anhand unterschiedlicher Fallbeispiele setzen sich die Teilnehmenden mit möglichen Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung auseinander und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten.

Die Fortbildung wird von qualifizierten und praxiserfahrenen InsoFa Fachkräften durchgeführt. Neben ihrer fachlichen Expertise bringen sie umfangreiche Erfahrungen aus der praktischen Kinderschutzarbeit ein. Dadurch können auch komplexe Situationen und Fragen aus dem beruflichen Alltag der Teilnehmenden aufgegriffen und gemeinsam besprochen werden.

Ein wichtiger Bestandteil ist der Austausch über eigene Erfahrungen und Unsicherheiten. Auch konkrete Fallbeispiele aus der Praxis können unter Wahrung des Datenschutzes eingebracht werden. Ergänzend werden wichtige Arbeitshilfen, Dokumentationsmöglichkeiten und regionale Unterstützungsangebote vorgestellt.