KI im Blick – KI und soziale Ungleichheit

KI – Menschlich? Intelligent? Diskriminierend?

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst Teil unseres Alltags. Ob in sozialen Medien, bei Suchmaschinen, in Bewerbungsverfahren oder bei automatisierten Entscheidungen – Algorithmen beeinflussen zunehmend, welche Informationen wir erhalten und welche Chancen Menschen bekommen. Dabei erscheint KI häufig objektiv und neutral. Doch wie gerecht sind Entscheidungen, die auf Daten und mathematischen Berechnungen beruhen?

KI-Systeme lernen aus vorhandenen Daten und erkennen darin Muster. Diese Daten spiegeln jedoch auch gesellschaftliche Machtverhältnisse, Vorurteile und soziale Ungleichheiten wider. Dadurch besteht die Gefahr, dass bestehende Diskriminierungen durch KI übernommen oder sogar verstärkt werden. Besonders deutlich wird dies, wenn Algorithmen über Bildungschancen, berufliche Perspektiven oder den Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen mitentscheiden.

Im Workshop beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den Grundlagen Künstlicher Intelligenz und ihrem Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit. Ausgehend von eigenen Erfahrungen und gesellschaftlichen Privilegien wird untersucht, wie Diskriminierung entsteht und welche Rolle technische Systeme dabei spielen. Durch interaktive Übungen und die Entwicklung eigener Algorithmen werden die Funktionsweisen von KI nachvollziehbar und mögliche Verzerrungen sichtbar gemacht.

Anhand realer Beispiele aus den sogenannten „Black AI Stories“ setzen sich die Teilnehmenden mit diskriminierenden KI-Anwendungen auseinander. Gemeinsam werden deren Ursachen und gesellschaftliche Folgen diskutiert sowie Möglichkeiten eines verantwortungsvollen und gerechten Umgangs mit Künstlicher Intelligenz erarbeitet. Dabei werden auch die Grenzen und Chancen gesetzlicher Regulierung, insbesondere durch den europäischen AI Act, betrachtet.

Übersicht

Zielgruppe Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene
Gruppengröße 8 bis maximal 30 Teilnehmende
Zeitumfang Nach Absprache, empfohlen mindestens 4 Stunden inklusive Pausen
Kosten Online oder Präsenz nach Absprache
Raum Column 2 Value 4
  • Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses von Künstlicher Intelligenz und algorithmischen Entscheidungsprozessen
  • Sensibilisierung für soziale Ungleichheit, gesellschaftliche Privilegien und Diskriminierung
  • Erkennen und Reflektieren von Vorurteilen und Verzerrungen (Bias) in KI-Systemen
  • Kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Auswirkungen automatisierter Entscheidungen
  • Förderung digitaler Medienkompetenz und eines verantwortungsbewussten Umgangs mit KI

Der Workshop verbindet gesellschaftspolitische Fragestellungen mit technischen Grundlagen Künstlicher Intelligenz. Die Teilnehmenden nähern sich dem Thema über ihre eigenen Erfahrungen und erarbeiten anhand praktischer Übungen und realer Fallbeispiele ein kritisches Verständnis algorithmischer Entscheidungen.

  • Hinführung, Kennenlernen und eigene Erfahrungen mit KI

  • Soziale Ungleichheit, Privilegien und Diskriminierung

  • Grundlagen von KI, Trainingsdaten und Algorithmen

  • Eine eigene KI entwickeln – Entscheidungsregeln und Verzerrungen erkennen

  • Black AI Stories – reale Beispiele diskriminierender KI-Systeme

  • KI, gesellschaftliche Verantwortung und europäischer AI Act

  • Gemeinsame Reflexion und Feedback

  • Ausklang und Feedback

Der Workshop setzt auf einen interaktiven und lebensweltorientierten Ansatz, der technische Grundlagen mit Fragen gesellschaftlicher Gerechtigkeit verbindet. Unterschiedliche Methoden ermöglichen es den Teilnehmenden, eigene Erfahrungen einzubringen, Zusammenhänge zu verstehen und kritisch zu reflektieren.
Neben Positionierungsübungen und Gruppenarbeiten kommen beispielsweise die Methode „Kapitalrucksack“, ein Planspiel zur Entwicklung eigener Algorithmen sowie die Analyse realer Fallbeispiele zum Einsatz. Die Teilnehmenden schlüpfen dabei selbst in die Rolle einer KI, entwickeln Entscheidungsregeln und überprüfen diese auf mögliche Benachteiligungen. Digitale Tools und gemeinsame Diskussionen ergänzen den methodischen Zugang.

Für die Durchführung als Online-Workshop werden benötigt:

  • PC oder Laptop mit stabiler Internetverbindung, Kamera und Mikrofon

  • Aktueller Internetbrowser

  • Zugang zu einem Videokonferenzsystem und gegebenenfalls digitalen Arbeitsplattformen

Die Zugangsdaten und weitere Informationen werden vor dem Workshop zur Verfügung gestellt.

Bitte kontaktieren Sie uns rechtzeitig, wenn Sie einen Workshop buchen möchten, und nennen Sie möglichst zwei bis drei Terminvorschläge. Für die Planung sind außerdem folgende Angaben hilfreich:

  • Gewünschter Termin und Format (Online oder Präsenz)

  • Voraussichtliche Anzahl der Teilnehmenden

  • Alter beziehungsweise Klassenstufe

  • Vorwissen und besondere Interessen der Gruppe

  • Mögliche thematische Schwerpunkte oder besondere Anforderungen