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Politischer Donnerstag zu Feindeslisten, Nordkreuz und Hannibals Schattennetzwerk

Ein Bericht zu einer taz-Recherche und den Folgen mit anschließender Gesprächsrunde

  • mit dem TAZ-Redakteur Sebastian Erb und Gästen
  • am 12.12.2019 um 19 Uhr im Peter-Weiss-Haus, Rostock

Sie organisieren sich in Chatgruppen, horten Munition, führen Feindeslisten, bereiten sich auf den Ernstfall vor – und bezeichnen sich verharmlosend als „Prepper”. Besonders aktiv sind Mitglieder der „Nordkreuz“-Gruppe in Mecklenburg-Vorpommern, gegen zwei Männer wird wegen der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ ermittelt. Der „Nordkreuz“-Admin Marko G. steht derzeit vor Gericht, weil bei ihm mehr als 55.000 Schuss Munition gefunden wurden.

Der Elitesoldat André S. alias „Hannibal” ist Kopf eines Netzwerkes aus Soldaten, Polizisten und Behördenmitarbeitern. Teil davon war auch der Soldat Franco A., der 2017 aufflog: Er hatte sich als Geflüchteter getarnt und soll rechtsextreme Terroranschläge vorbereitet haben.

Der Fall zieht immer größere Kreise – auch zu einem Verein namens Uniter e.V., der von „Hannibal” mit gegründet wurde. Entsteht hier eine international agierende Söldnertruppe? Wie gefährlich ist das Schattennetzwerk? Und was machen Ermittler und die Politik?

Die aktuellen Entwicklungen und Ergebnisse der Recherchen stellt vor und diskutiert: Sebastian Erb, Redakteur der taz am Wochenende und Mitglied im Recherche-Team.

In einer anschließenden moderierten Gesprächsrunde werden Betroffene, die auf den sog. Feindeslisten von Nordkreuz geführt sind, gemeinsam mit Sebastian Erb über die Geschehnisse sprechen. Dabei werden wir auf Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum eingehen. Wir wollen dabei die Situation in Mecklenburg-Vorpommern näher beleuchten, insbesondere was die Aufarbeitung, das Handeln der Behörden und die Informationspolitik gegenüber Betroffenen anbelangt.

Moderation: Soziale Bildung e.V.

Diese Veranstaltung wird durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie von Aktion Mensch unterstützt.