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„Wie viel WIR ist in mir?“

Ein Workshop zu Phänomen der Auf- und Abwertung durch unterschiedliche Gruppenzugehörigkeiten

Ziele:
Ziel des Tages ist es, dass die Teilnehmenden des Workshops Mechanismen erkennen und Konsequenzen nachvollziehen, die durch Auf- und Abwertungsprozesse im Zuge unterschiedlicher – von außen zugeschriebener – Gruppenzugehörigkeiten entstehen können. Dabei einhergehend werden gesellschaftliche Zusammenhänge thematisiert, wie Wahrnehmungen von sogenannten Gruppen entstehen und ungleiche Handlungsspielräume für Menschen tatsächlich aussehen, die diesen zugeordnet werden. Beispiele mit denen u.a. dabei gearbeitet werden, sind folgende:

  • Menschen mit einem (angeblichen) Migrationshintergrund
  • Menschen, die immer schon in Deutschland leben
  • Menschen, die langzeitarbeitslos sind
  • Menschen, die homosexuell sind
  • Menschen, die obdachlos sind.

Daraus ableitend werden lebensweltbezogene Handlungsstrategien für gesellschaftliche Vielfalt und Akzeptanz entwickelt.

Inhalte und Ablauf
Grundlage des Tages ist eine Biographiearbeit, die den gesamten Workshop begleitet.

  • Einstieg

Die TN erhalten einen ersten Einblick in die Lebenswelt von 7 Personen und erörtern in einem ersten Impuls deren Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich finanziellen und alltagsbezogenen Handlungsspielräumen.

  • Ein Blick zurück

Die TN erarbeiten soziale und historische Hintergründe von unterschiedlichen Handlungsspielräumen am Beispiel von Migrant_innen.

  • Schritte in meinem (un-) freien Leben

Die TN erarbeiten am Beispiel der Gruppen der „Etablierten“ und der „Migrant_innen“ die unterschiedlichen Chancen und die konkreten Folgen, die auf individueller und struktureller Ebene entstehen können.

  • Von Bildern im Kopf zum echten Leben

Die TN setzen sich mit Fragen auseinander, wie schnell und verallgemeinernd Gruppen trotz individueller Vielfalt entstehen können und welche Mechanismen dahinter stecken.

  • Es kann jede_n treffen

Der Blick wird auf weitere Gruppen ausgeweitet und hierbei das Syndrom der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit erläutert

  • Macht oder Ohnmacht

Die TN entwickeln und erproben von lebensweltorientierte Entgegnungsstrategien.

Rahmen:

Der Workshop wird im Rahmen des Modellprojektes „We come together“ in den Projektregionen Anklam, Bützow, Demmin, Güstrow und Stralsund angeboten und kann kostenlos für interessierte Einrichtungen durchgeführt werden.