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Argumentationstraining gegen Rassismus

Kontextualisierung

Die Hochphase rechter Mobilisierung nach dem Sommer der Migration von 2015 liegt zwar schon eine Weile zurück. Trotz dessen wird nach wie vor sehr kontrovers über das Thema Zuwanderung diskutiert: in der Politik und auch auf der Straße, bei der Arbeit oder in der Schule. Konfrontiert werden wir dabei mit offen feindseligen Parolen gegen Geflüchtete, Migrant*innen oder Menschen, die angeblich nicht dazugehören oder anders sind. Mit vorurteilsbegründeten Statements und Forderungen gelingt es populistischen Rechten bis hin zu Neonazis, in die Mitte der Gesellschaft zu wirken. Gerade Menschen nichtdeutscher Herkunft sind zudem immer wieder mit subtileren alltagsrassistischen Sprüche, Verhalten und versteckten Vorurteilen  konfrontiert, die von anderen gar nicht als Problem wahrgenommen werden. Viele Pädagog*innen sind häufig mit unterschiedlichsten Formen von (extrem) rechten Parolen / Rassismen konfrontiert. Sie haben individuelle Strategien entwickelt, wie sie mehr oder weniger erfolgreich bisher einen Umgang damit gefunden haben.

Ziele

Daher sind die Reflexion von  Erfahrungen der Teilnehmer*innen Ausgangspunkt des Trainings. Wir benötigen nicht nur die besseren Argumente gegen populistische oder menschenfeindlliche Äußerungen. Wichtiger ist es zu erkennen, was hinter einer Parole steht, welche Ziele damit verfolgt werden und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können.
Mit Übungen, Rollenspielen und Auswertungen zu Argumentationstechniken und -strategien werden die Teilnehmenden für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden, rechten und rassistischen Äußerungen gestärkt. Geübt wird, die eigene Position argumentativ – auch gegen Widerstände – zu vertreten. Grundlegende Bedeutung erhält dabei der stetige Abgleich mit der eigenen Lebens- und Erfahrungswelt.

 Leitfragen des Workshops sind:

  • Was sind die Muster rechter / rassistischer Äußerungen, Sprache und Argumentationen?
  • Wie kann ich reagieren, wenn diskriminierende und rassistische Parolen geäußert und verbreitet werden?
  • Wie können wir mit ausgrenzenden und rassistischen Äußerungen und Beschimpfungen im Wohnort, im beruflichen Alltag und im sozialen Umfeld umgehen?
  • Welche Strategien können wie angewendet werden?
  • Wann ist eindeutiger Widerspruch unumgänglich?
  • Wo liegen die Grenzen in der Argumentation?
  • Was kann ich machen, wenn ich selbst davon betroffen bin?

Methoden

Das Seminar ist auf einen Zeitraum von mindestens 6 Stunden ausgerichtet, die durch Inputs, gruppenorientierte Übungen und deren moderierte Reflexionen ausgestaltet werden. Das Training eignet sich als aufbauende Fortbildung, kann aber auch eigenständig durchgeführt werden.

Steckbrief

  • Zielgruppe: v.a. Tätige in pädagogischen Bereichen
  • Zeitumfang: 6 – 12 h
  • Dozent*innen: Mitarbeiter*innen von Soziale Bildung e.V.
  • Raum: lose Bestuhlung
  • Gruppengröße: 10 – 35 Teilnehmer*innen
  • Kosten: nach Vereinbarung