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Argumentationstraining zu Stammtischparolen

Einleitung / Kontextualisierung

Der Begriff „Stammtischparole“ steht als Metapher für populistisches Thematisieren einer ganzen Reihe von sozialen Problemstellungen und politischen Interessen. Ihnen gemein ist ihr vorurteilsfördernder und tendenziell diskriminierender, mitunter aggressiver Charakter. Im Zusammenhang mit menschenverachtender Ungleichbehandlung und Rassismus spielen Stammtischparolen eine besondere Rolle im Zusammenleben. Mit vorurteilsbegründeten Statements und Forderungen gelingt es populistischen Rechten bis hin zu Neonazis, in die Mitte der Gesellschaft zu wirken.

Ziele

Das Seminar geht davon aus, dass wir nicht nur die besseren Argumente gegen populistische Parolen brauchen. Klar muss auch sein, was hinter einer Parole steht, welche Ziele mit ihr verfolgt werden und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können.
Mit Informationen, aber auch mit Übungen/Rollenübungen und Auswertungen zu Argumentationsstrategien werden die Teilnehmenden für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden, rechten und rassistischen Äußerungen gestärkt. Geübt wird, die eigene Position argumentativ – auch gegen Widerstände – zu vertreten. Grundlegende Bedeutung erhält dabei der stetige Abgleich mit der eigenen Lebens- und Erfahrungswelt. Viele Pädagog_innen werden im Laufe ihrer Tätigkeit mit unterschiedlichen Formen von (extrem) rechten Parolen / Rassismen konfrontiert und haben individuelle Strategien entwickelt, wie sie mehr oder weniger erfolgreich bisher einen Umgang damit gefunden haben.

Inhaltsübersicht

Leitfragen des Workshops sind:

  • Was tun, wenn diskriminierende und rassistische Parolen an Stammtischen oder anderswo geäußert und verbreitet werden?
  • Wie können wir mit ausgrenzenden und rassistischen Äußerungen und Beschimpfungen im Wohnort, im beruflichen Alltag und im sozialen Umfeld umgehen?
  • Welche Strategien können wie angewendet werden?
  • Wann ist eindeutiger Widerspruch unumgänglich?
  • Wo liegen die Grenzen in der Argumentation?

Methoden

Das Seminar ist auf einen Zeitraum von mindestens 8 Stunden ausgerichtet und besteht aus insgesamt 6 Blöcken, die durch Inputs, gruppenorientierte Übungen und deren moderierte Reflexionen ausgestaltet werden. Das Training eignet sich als aufbauende Fortbildung, kann aber auch eigenständig durchgeführt werden.

Steckbrief

  • Zielgruppe: Lehrer_innen und Sozialpädagog_innen
  • Zeitumfang: mind. 8h
  • Dozent*innen: Mitarbeiter*innen von Soziale Bildung e.V.
  • Raum: lose Bestuhlung
  • Gruppengröße: 10 – 35 Teilnehmer*innen
  • Kosten: nach Vereinbarung