über das Modellprojekt

Überblick zum Modellprojekt

Die Projektumsetzung erfolgt auf mehreren Ebenen - Kooperation - Entwicklung - Bildung - Analyse - Beratung (KEBAB).

In der ersten Projektphase wurden an 13 ausgewählten Schulen und deren Umfeld nach ersten Vorgesprächen thematische Bildungsprojekte mit Jugendlichen und Lehrer_innen durchgeführt. Darauf aufbauend untersuchten wir neben der parallel weiterlaufenden Bildungsarbeit alle Schulsozialräume zwischen Februar und Juli 2008 mittels umfangreicher Kommunalanalysen, Befragungen und Interviews. Themenschwerpunkte der Untersuchung sind u.a. Kooperationen, Kommunikation, Einstellungen, Demokratie und Partizipation an Schule, Lebensweltbezug, rechtsextremistische Erscheinungsformen sowie Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus. Über die quantitave Erhebung erreichten wir ca. 710 Jugendliche, 120 Lehrkräfte sowie über 270 Elternteile. Zudem wurden zu Vergleichszwecken weitere 100 Schüler_innen einer städtischen Schule befragt. Interviews fanden mit 50 Personen aus dem schulischen und zivilgesellschaftlichen Bereich statt.

Aus den Forschungsergebnissen sind wissenschaftlich fundierte Berichte zum Zustand der Zivilgesellschaft und zu demokratischen Handlungsmöglichkeiten an der Schule und in der Kommune erstellt wurden, die den Schulen und Akteuren vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Zwischen November 2008 und Februar 2009 wurden die Berichte in allen Schulen präsentiert und diskutiert. Wir hoffen, dass wir damit einen nachhaltigen Prozess der Demokratiestärkung in Schule und Kommune initiieren bzw. verstärken können. Letztlich werden die einzelnen Schulberichte in einen anonymisierten Endbericht einfliessen, der einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden soll.

Durch diese gezielte, den Gegebenheiten vor Ort angepasste und prozessorientierte Vorgehensweise soll an drei Schulen in peripher-ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns modellhaft gezeigt werden, wie im Sozialraum Schule durch eine kombinierte Vorgehensweise den 5 Projektsäulen nachhaltig gegen rechtsextremistische Tendenzen agiert werden kann. Es wurden gezielt schulische Sozialräume aufgesucht, die durch typische Problemkonstellationen gekennzeichnet sind. Diese Schulkontexte sind u.a. durch periphere Lage, Strukturschwäche, soziale Schieflagen, schwach entwickelten zivilgesellschaftlichen Strukturen, rechtsextremistischen Tendenzen, z.B. in Form von Dominanzerscheinungen rechtsextremer Jugendkultur, gefühlter Überforderung bzw. Planlosigkeit im Umgang mit den Problemkonstellationen gekennzeichnet. Das Modellprojekt ist sowohl präventiv als auch interventiv ausgerichtet. Dieser Charakter kennzeichnet alle benannten Säulen und deren Verknüpfung.

Es geht darum, demokratische Strukturen im jeweiligen Sozialraum zu stärken, in dem Beteiligungs- und Selbstorganisationsmöglichkeiten aufgezeigt und befördert werden. Gleichzeitig werden Sozialräume ausgewählt, in denen eine Intervention in sich etablierende oder bestehende rechtsextreme Tendenzen unter Berücksichtigung der sozialen Bedingungskontexte notwendig erscheint.



 

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