Soziale Bildung e.V.
LESUNG: Über die Recknitzbrücke mussten sie alle – die Häftlinge aus dem KZ- Außenlager Ravensbrück in Barth.
- veranstaltet vom Dokumentationszentrum Barth in Kooperation mit Soziale Bildung e.V.
- am Donnerstag, 11.3.2010, Veranstaltungsbeginn 20:00 Uhr, ab 19:30 Uhr Volksküche
- im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, HRO
Das Lager wurde am 30. April 1945 geräumt. Zuerst wurden die Männer und Stunden später die Frauen über Damgarten, Ribnitz, Rövershagen in Richtung Rostock auf einen Todesmarsch geschickt. Die Nacht zum ersten Mai, die Ereignisse in Ribnitz und die Tage danach entschieden über das Schicksal vieler Häftlinge. In den Archiven von Barth und Ribnitz-Damgarten liegen seit Jahren Erinnerungsberichte der Betroffenen. Viele Berichte weichen aber voneinander ab. Einer der Gründe dafür sind das unterschiedliche subjektive Erleben der Ereignisse und die Erinnerungen daran. Unter Anleitung der Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V. haben Schüler der Bernsteinschule und des Förderzentrums Ribnitz-Damgarten das Material aufgearbeitet. Die Autoren stießen dabei auf manche Frage: Welche „Marschroute“ nahmen die einzelnen Häftlingskolonnen? Wurde die Recknitzbrücke (Passbrücke) gesprengt oder war sie erst zur Sprengung vorgesehen? Wo verließen die SS- Wachmannschaften die Gefangenen? Was geschah in Ribnitz auf dem Markt? Wer entwaffnete den Hauptmann Brämer? Was geschah dann mit den Häftlingsfrauen? Welche Gefahren standen den Häftlingen bevor, die sich in kleinen Gruppen weiter über Altheide, Rövershagen in Richtung Rostock schleppten? Wie kamen die Häftlinge „nach Hause“ und was erwartete sie dort? Mit dieser Dokumentation wird ein weiteres Stück regionaler Geschichte öffentlich gemacht. Ein Stück Geschichte, durch die drei Städte: Rostock, Ribnitz, Barth einige Jahre schicksalhaft verbunden wurden – die Verlagerung der Heinkel – Rüstungsproduktion von Rostock nach Barth, der Todesmarsch der Häftlinge vom KZ Barth in Richtung Rostock.
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Ausstellungseröffnung
Heinkel 162- Zwischen Hochtechnologie und Zwangsarbeit
- am Freitag, den 5.3.2010, um 17:00 Uhr
- Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21
- organisiert vom Dokumentationszentrum Barth

In die Thematik und den öffentlichen Diskurs um die lokal umstrittene Ausstellung führt der Historiker Dr. Martin Albrecht aus Berlin im Rahmen der Eröffnung ein. Er war an der Erstellung der Ausstellung als Autor wesentlich beteiligt.
Der Förderverein Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e. V. (DOK- Barth) präsentiert auf 20 Tafeln technische Parameter der He-162, deren Erprobung sowie die Situation der Häftlinge im KZ- Außenlager Ravensbrück in Barth und das Ende der He-162 im Jahre 1945.
Nachdem die Präsentation vom 01.April 2010 bis Mitte Mai in Prora zu sehen ist, wandert sie für den Rest des Jahres auf den historischen Flughafen Schönhagen / Berlin. Am Rande der Ausstellung gibt es immer wieder interessante Gespräche mit Schülern, Studenten, Zivildienstleistenden und Soldaten der Bundeswehr. Dabei wird uns, als Vertretern der älteren Generation immer mehr bewusst, dass wir Faktenwissen und Zusammenhänge voraussetzen, über die die jungen Menschen nicht unbedingt verfügen. Ob es uns passt oder nicht, wir sollten ihnen den Zugang zu unverfälschter Geschichte ermöglichen aber sie dann solche Präsentationen in eigener Regie erarbeiten lassen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 24. März 2010 in den Räumen des Peter-Weiss-Hauses zu besichtigen. Mehr Infos sind hinter diesem Link zu finden.
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Soziale Bildung e.V. hat seinen Sitz und Wirkungsschwerpunkt in Rostock und ist Träger mehrerer Projekte im Bereich der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Interkulturelle Bildung, Globalisierung, Gentechnik, Erinnerungspolitik, Rechtsextremismus, Freie Kooperation. Unter dem Titel "Demokratiestärkende Bildungsarbeit im ländlichen Raum" läuft seit Herbst 2007 ein landesweites Modellprojekt des Trägers.
Im Herbst 2008 wurde Soziale Bildung e.V. Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in den Rostocker Stadtteilen Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV), Stadtmitte und Brinkmannsdorf.
Außerdem werden durch SoBi Studienfahrten, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen, Filmabende und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen organisiert und das alternative Stadtmagazin "Fußnote" herausgegeben. Der Verein hat u. a. das Ziel Selbstorganisationsansätze zu
unterstützen und begreift sich selbst als Ermöglichungsstruktur mit
Beteiligungscharakter.
Seit Anfang 2009 finden viele unserer Veranstaltungen finden im Peter-Weiss-Haus (ehemaliges HDF) statt. Ende Mai haben wir auch den Büroraum des Bildungsträgers aus der FRIEDA 23 in das Peter-Weiss-Haus in der Doberaner Straße 21 verlegt.
Wir freuen uns über Feedback und wünschen euch viel Spaß mit der Webseite!
Euer SoBi Team |
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